Die Ewige Wiederkunft des Gleichen

Juli 27, 2008 at 8:18 pm (Wille zur Macht) (, , , , , )

Obwohl Nietzsche jegliche Metaphysik (vor ihm) ablehnt definiert er einen eigenen metaphsischen Ansatz, „Die Ewige Wiederkunft des Gleichen“. Er geht davon aus das die Zeit unendliche, unbegrenzt ist aber die Anzahl möglicher Zustände begrenzt ist. Somit muss jeder mögliche Zustand immer wiederkehren, unendlich oft. Somit lebt jeder Mensch auch immer und immer wieder und erlebt seine Vergangenheit somit auch als und in der Zukunft.  Hierdurch ergibt sich für den Übermenschen , der seinen „Willen zur Macht“ vollends lebt das Problem das er in der Zukunft seine Vergangenheit erlebt in welcher er noch kein Übermensch oder ein werdender solcher war. Somit verliert er in dieser Zukunft also wieder seine „Macht“. Um dies zu überwinden muss der Übermensch seine Vergangenheit, auch den Teil in welchem er „Ohnmächtig“ ist auch als seinen Willen sehen und somit seine Vergangenheit vollständig akzeptieren und als Teil seines Willens betrachten.

Dieses Verständniss wirft für mich derzeit einige Probleme auf, welche ich hoffe in den nächsten Wochen auflösen zu können.

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Nihilismus, passiv und aktiv

Juli 22, 2008 at 8:40 pm (Wille zur Macht) (, , , , , )

Nihilismus tritt dann ein wenn ein Mensch erkennt das es keine absoluten Werte und keine absolute Moral gibt. Somit erkennt der Mensch das es keine wirkliche moralische und Wertgebende Instanz gibt, welche seinem Sein einen Sinn oder einen Grund gibt. Diese Erkenntiss kann als passiver Nihilismus bezeichnet werden in welchem das Werte-Fundament eines Menschen weg bricht und dieser in ein tiefes nichts fällt. Diese Erfahrung kann sehr niederschmetternd für einen Menschen sein und nicht jeder wird es schaffen aus diesem Zustand wieder raus zu kommen. Der Mensch welcher die niederschmetternde Erfahrung verkraftet hat und beginnt zu verstehen das somit unendliche viele neue Möglichkeiten offen stehen und beginnt mit diesen zu Arbeiten kann als aktiver Nihilist bezeichent werde.

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Sprache und Begriffe

Juli 16, 2008 at 7:46 pm (Wille zur Macht) (, , , , , , )

In der Sprache werden Begriffe verwendet um äußere Zustände, Vorgänge oder andere Gegebenheiten zu bezeichnen oder auch um sie zu „begeifen“. Begriffe werden dabei immer aus einem bestimmten Kontext und aus einer bestimmten Interpretation heraus festgelegt. Die Interpretation des festlegenden ist geprägt durch seinen Willen zur Macht. Durch das Begreifen eines äußeren Zustandes, Vorganges oder einer Gegebenheit und durch das setzen eines Begriffes kann somit die eigenen Interpretation weiter gegeben werden, somit auch der eigene Wille getrieben durch den Willen zur Macht! Das Begreifen von etwas bedeutet auch immer das einverleiben ins Selbst, das Begriffene wird Teil des Selbst. Der aus der eigenen Interpretation gesetzte Begriff kommuniziert also teile des eigenen Selbst, kontinuert dies somit. Somit sind Begriffe immer geprägt durch eine Macht und durch einen Willen.

Ein gutes Beispiel zeigt sich in George Orwells Roman „1984“ in Form des „Neusprechs“ in welchem sämtliche Begriffe welche Ideen transportieren die der herrschenden Staatsmacht gefährlich werden könnten ausgelöscht oder umgewertet werden und ggf. neue Begriffe geschaffen werden. Der Ansatz hinter dem „Neusprech“ ist, das jenes wofür es keine Begriffe gibt auch nicht gedacht werden kann!

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Der Wille zur Macht

Juli 9, 2008 at 2:51 pm (Wille zur Macht) (, , , , )

Der “Wille zur Macht” ist das Streben des Selbst sich über sich hinaus zu kontinuieren.

Somit setzt der Macht Begriff ein Selbst vorraus aus dem es hervor geht. Dieses Selbst muss über einen Willen verfügen um zu Streben. Somit ist der Wille eine Grundvorraussetzung zur Macht.

Streben ansich ist zukunftsgerichtet, somit ist Macht auch immer zukunftsgerichtet. Ein über sich hinaus streben bedeutet das es ein außen des Selbst gibt, welches dem Selbst fremd ist, nicht teil von ihm.

Die Kontinuierung des Selbst bedeutet die Kontinuierung des Selbst im Fremden durch und getreiben durch den Willen. Da es, bedingt durch die Begrifflichkeiten, eine Abgrenzung des Außen vom Selbst gibt , muss das Selbst Widerstände überwinden um seinen Willen im Fremden zu kontinuieren. Um diese Widerstände zu überwinden bedarf es des Vermögens dazu. Somit ist die Verfügung über das Vermögen Widerstände zu überwinden eine Vorraussetzung der Macht.

Dieses Fremde außen kann ein anderes Selbst sein, eine Gegebenheit im subjektiven oder im objektiven Universum.  Aus Sicht des eigenen Selbst ergeben sich hierbei ggf. Unterschiede welche es zu berücksichtigen gilt.  Ein fremdes Selbst kann selber versuchen die Widerstände des eigenen Selbst zu überwinden um Macht zu erlangen, stellt somit also einen aktiven Widerstand dar. Eine Gegebenheit im subjektiven Universum kann bereits durch eine fremde Macht gesetzt worden sein, was starken Widerstand vom eigenen Willen verlangt um dieses Fremde selbst zurück zu drängen. Gegebenheiten im objektiven Universum leisten hingegen nur passiven Widerstand und müssen nur begriffen werden. Eine praktische Anwendung dieser Einordnung muss sehr vorsichtig vorgenommen werde da die Grenzen nur fließend sind und wenn überhaupt vorhanden dann nur durch Interpretation des Selbst.

Die Kommunikaton des eigenen Willen zum Fremden ist notwendig um das Selbst zu erweitern und um Macht zu erlangen. Diese Kommunikation des Willens gegenüber dem objektiven Universum kann durch Handeln geschehen. Im eigenen subjektiven Universum oder in fremden subjektiven Universen benötigt es zur Kommunkation anderer Mittel. Um seinen eigenen Willen durchzusetzen kann z.B. ein Mittel der Repression eingesetzt werden, was aber den fremden Willen und den fremden Widerstand nur unterdrückt aber nicht auf die eingen Interessen ausrichtet. Somit hat das eigene Selbst lediglich das Verfügen über die Handlungen des anderen Selbst aber nicht das Verfügen über den Willen des anderen Selbst.  Bei aussetzen der Repression würde somit auch das Verfügen über die Handlungen des anderen Selbst ausbleiben.  Effizienter ist es dem anderen Selbst einen Sinn zu geben der dem Willen des eigenen Selbst entspricht. Durch die Annahme eines solchen Sinns wird der Wille des anderen Selbst auf den Willen des eigenen Selbst ausgerichtet und verbleibt so ohne weitere Mittel, solange der Sinn gegeben ist. Somit hat sich das eigene Selbst im fremden kontinuiert.

Zusammengefasst, ein Selbst bedingt einen eigenen Willen bzw. die Möglichkeit zu einem eigenen Willen bzw. die Möglichkeit einen Willen zu haben. Der Wille benötigt immer Macht um sich zu kontinuieren. Macht benötigt immer einen Willen um zu wirken.

Hieraus ergibt sich das der “Wille zur Macht” untrennbar mit dem Selbst verbunden ist.

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